Pfingstsonntag stand ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Die 50. Vogalonga verwandelte Venedig erneut in ein Meer aus muskelbetriebenen Booten. Seit ihrer Premiere am 8. Mai 1975 setzt die Veranstaltung ein starkes Zeichen gegen den zunehmenden Motorbootverkehr in der Lagune – und für den Schutz der Stadt, deren Bausubstanz unter den Wellenbewegungen der Motorboote leidet.
Der Rundkurs startete wie immer am Markusplatz, führte vorbei an Burano, Murano und schließlich durch den majestätischen Canale Grande zurück zum Ausgangspunkt. Über 2100 Boote – Drachenboote, Kajaks, Gondeln und zahlreiche Ruderboottypen – nahmen teil.
Die Atmosphäre war überwältigend: In der engen Einfahrt zum Canale Grande herrschte Straßenfeststimmung, Anfeuerungsrufe kamen von allen Seiten, und sogar Taucher halfen, die Boote sicher zu sortieren. Ein besonderer Höhepunkt war die Durchfahrt unter der Rialtobrücke.
Und mittendrin: neun Stralsunder, die dieses Jubiläum hautnah erlebten.
Neben dem Wasser gehörte auch die Stadt selbst zu unseren Höhepunkten. Vom Markusturm aus genossen wir den Blick über die Lagune, besuchten die Basilica di San Marco und ließen uns durch die unzähligen kleinen Gassen und über die vielen Brücken treiben. Venedig bleibt ein Ort, der mit seiner Einzigartigkeit berührt.
Die 50. Vogalonga war für uns mehr als eine sportliche Veranstaltung. Wir haben die Gastfreundschaft der Stadt gespürt, die besondere Atmosphäre auf dem Wasser und an Land erlebt – und nehmen unvergessliche Eindrücke mit nach Hause.
Fotos: Tuete; Text: Tuete (redakt.bearb. Kerstin Kolwey)
